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Eintracht Trier

Vorbericht Eintracht Trier - Mainz 05
(Aus der Sicht des Mainz 05 Fans Bratwurst


Ohne Auer, Weiland(os), Walker und da Silva gegen Trier?

Tabellenzweiter gegen Schlusslicht - da sollten die Kräfteverhältnisse klar sein, könnte man meinen. Die Ausgangssituation vor dem letzten Hinrundenspiel der Saison sieht jedoch ganz anders aus: Bei den Mainzern fehlen fünf Stammkräfte; Marco Walker, Dennis Weiland, Benjamin Auer, Mimoun Azaouagh sind verletzt, Niclas Weiland wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt. Fraglich ist außerdem der Einsatz von Toni da Silva. Zudem dürften die Trierer alles daransetzen, mit einem Sieg ausgerechnet gegen die Landes-Hauptstädter aus dem Tabellenkeller herauszukommen.

Ein weiterer Aspekt könnte den Rot-weißen zu schaffen machen: Bleibt zu hoffen, dass das magere 1:1 gegen Regensburg im letzten Heimspiel der Saison keine Spuren hinterlassen hat. Genauso gut könnte diese Begegnung aber auch Motivation für eine kraftvolle Antwort sein, getreu dem Motto: "Jetzt erst recht." Denn immerhin könnten in Trier Spieler zum Einsatz kommen, die bislang eher das Nachsehen hatten: Christoph Babatz "brennt" vermutlich auf der Einwechselbank. Und Claudius Weber, der gegen Regensburg sein erstes Zweitligator erzielt hatte, hätte eine weitere Chance verdient. Jürgen Kramny wurden in den vergangenen beiden Spielen nur eingewechselt.

Dann gibt es Stimmen, die für Ballzauberer da Silva eine Denkpause fordern. Der Brasilianer gehe zu verspielt mit dem Ball um, verliere zu häufig das Leder, könne sich in Zweikampfsituationen zu selten durchsetzen und vernachlässige die Defensive. An solchen Aussagen mag immer ein Teilchen Wahrheit haften - indes wäre es sicher fatal, gleich die komplette Herausnahme des Kreativspielers da Silva zu fordern. Zudem: Welche Alternativen hätte Jürgen Klopp? Zur Verfügung stehen Kramny und Babatz. Damit allein wäre es allerdings nicht getan. Das Mittelfeldspiel muss wieder beweglicher werden und die Bälle müssen mehr über die Außen kommen. So wurden allein die letzten drei Tore des FSV nach einer Flanke über rechts erzielt.

Ebenfalls in der Kritik steht seit einigen Spielen Marco Rose. Der linke Außenverteidiger agierte zuletzt wenig glücklich. Wenn er schon mal etwas für die Offensive tut, klaffen hinten schnell Löcher, die andere Spieler nicht stopfen oder stopfen können. Ob Rajko Tavcar allerdings diese Position voll ausfüllen und Rose des somit ersetzen kann, erscheint fraglich. Andernfalls hätte 05-Trainer Klopp den Slowenen vermutlich längst aufgestellt. Zu allem Unglück verletzte sich Tavcar am Montag im Training.

Erst am Mittwoch dürfte feststehen, ob sich die Reihen im 05-Lazarett gelichtet haben. In jedem Fall erwartet den FSV ein sehr schweres Spiel im Moselstadion. Wir erinnern uns: In der vergangenen Saison (Februar 2003) verloren die 05er in Trier mit 1:2. Den einzigen Treffer für die Mainzer erzielte Andrej Voronin nach cleverem Zuspiel von Christoph Babatz. Schon während der Begegnung und noch einmal anschließend gab es dabei unschöne Szenen seitens des Trierer Trainers Paul Linz. Die Trierer waren in jedem Falle motivierter ins Spiel gegangen als die Gäste. Das dürfte jetzt angesichts der Tabellensituation und des Punktgewinns aus dem letzten Spiel in Burghausen ähnlich sein. Die Eintracht aus Trier will wieder nach oben.

Auch wenn wir nicht schwarzmalen wollen: Holt der FSV in Trier keinen Punkt, könnte ihm zur Winterpause etwas passieren, was ihm erneut Spott einbringen dürfte - der vierte Tabellenplatz.



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