Vorbericht
Mainz 05 - Jahn Regensburg
(Aus
der Sicht des Mainz 05 Fans Bratwurst
Zum Saisonausklang eine harte Woche für den FSV
Der stärkste Gegner der Saison. Ein absoluter Top-Verein. So heißt es derzeit beim SSV Jahn Regensburg über den Gastgeber des Spiels vom kommenden Sonntag. Vermutlich läuft das aber ein wenig frei nach dem Motto: Motivieren wir die eigene Mannschaft, und lullen wir im Gegenzug die 05er mal etwas sein, machen wir sie sicher, machen wir sie zu sicher. Verführen wir sie zum Leichtsinn. Aber der FSV ist gewarnt. Denn mit dem Gegner im vorletzten Spiel der Hinrunde bekommen die Rot-weißen eine ganz harte Nuss zu knacken.
Regensburg ist stärker, als es sein derzeitiger Tabellen-Rang - man belegt Platz 12 - wiedergibt. 19 Punkte sind in dieser engen Liga genug, um bei einer kleinen Serie ganz schnell oben dabei zu sein. Allerdings geht der Weg auch leicht in die andere Richtung.
Seit Interimscoach Günter Brandl den glücklosen Ingo Peter abgelöst hat, läuft es wieder etwas besser bei den Bayern. Sowohl gegen Ahlen als auch in Karlsruhe erspielte sich die Mannschaft einen 3:0-Sieg - der Erfolg beim KSC war sogar der bislang höchste Auswärtssieg der Bayern. Brandl, der die Mannschaft nur bis zur Winterpause trainieren soll, muss Goalgetter Carsten Hutwelker zu neuer Form gebracht haben. Allein beim KSC traf der Stürmer zwei Mal.
Gegen Burghausen folgte dann jedoch eine bittere Enttäuschung: Die Regensburger unterlagen zu Hause 0:2. Da steckte den Spielern sicher noch das bittere Ausscheiden vom DFB-Pokal in den Knochen: 3:1 hatte der SSV schon gegen die Zebras geführt, schied dann aber im Elfmeterschießen aus.
Gegen die Top-Mannschaften der Liga mussten die Regensburger fast immer eine Niederlage hinnehmen. Eine knappe jedoch. Gegen den FSV wird sich zeigen, wie die Bayern ihre letzte Niederlage verkraftet haben. Am Bruchweg trat Jahn Regensburg übrigens erst ein einziges Mal an - lang ist es her: in der Saison 1975/76 der 2. Bundesliga Süd. Beide Begegnungen verliefen torreich jeweils mit 3:3.
Es wäre schon kurios, wenn es am Sonntag nach 90 Minuten wieder so heißen würde. Das hängt aber auch davon ab, ob 05-Trainer Jürgen Klopp aus einem vollen Kader schöpfen kann. An und für sich hat er keinen Grund, auf die gegen Unterhaching eingesetzten Spieler zu verzichten. Verletzt sind Dennis Weiland und Mimoun Azaouagh; ob der in der Hachinger Partie angeschlagene Christoph Teinert wieder dabei sein kann, wird sich vermutlich erst am Spieltag zeigen. Kann er nicht eingesetzt werden, hat Benjamin Auer sicher beste Chancen, von Anfang an dabei zu sein. Einen sehr starken Eindruck hinterließ zuletzt Fabian Gerber. Er entwickelte sich buchstäblich zum Mittelfeldmotor.
Der FSV hat am Sonntag die Chance, seinen knappen Vorsprung zu behaupten. Dann geht es nur drei Tage später zum Nachbarn Trier - eine harte Woche für den FSV. Einen weiteren Tag später wird das Sportgericht des DFB auch den Fall Gomez entscheiden. Wir erinnern uns: Der Aachener Spieler hatte ein verbotenes Medikament eingenommen. Der Ausgang des Falls wird aller Voraussicht nach Auswirkungen auf die Tabelle haben - und vielleicht mit dafür verantwortlich sein, wer in der anschließenden Winterpause an der Tabellenspitze überwintert. Vielleicht 05? "Dafür können wir uns nichts kaufen", hört man Jürgen Klopp schon sagen. Dem Ego täte es trotzdem gut.
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