Vorbericht
Mainz 05 - LR Ahlen
(Aus
der Sicht des Mainz 05 Fans Bratwurst )
FSV muss eine Serie starten
"Einen Lauf kriegen" heißt es im Fußball-Deutsch, und diesen Begriff hatte auch schon MRZ-Autor Reinhard Rehberg näher zu erläutern versucht. Tatsächlich braucht der FSV eine kleine Serie, um nicht die Tuchfühlung zu den drei Spitzenreitern der Zweiten Fußball-Bundesliga zu verlieren. Gegen zwei der Top-Teams, Oberhausen und Cottbus, muss der FSV noch ran - und könnte so einige Big Points noch machen.
Die richtig großen Punkte, diejenigen, die greifbar nahe waren, hat er jedenfalls liegen lassen: gegen Nürnberg und gegen Osnabrück. Nun kommt der Leichtathletik-Rasensport-Club aus Ahlen an den Bruchweg. Das Hinspiel hatten unsere Jungs mit 3:1 für sich entschieden. Das klingt einfacher, als es wirklich war. Gleichwohl stand der FSV nach diesem Sieg am sechsten Spieltag an der Tabellenspitze - was diesmal sicher ausgeschlossen ist.
Allerdings kann 05-Trainer Jürgen Klopp nahezu aus dem kompletten Mannschaftskader schöpfen. Derzeit abgemeldet sind nur Matthias Abel nach seiner Kreuzbandoperation und Spasoje Bulajic wegen Gelb-rot-Sperre. Für Bulajic dürfte der von der Grippe genesene Tamas Bodog in die Viererabwehrkette rücken.
Wieder dabei sind die Mittelfeld-Kreativkräfte Toni da Silva und Mimoun Azaouagh sowie Pressing-Spezialist Niklas Weiland. Azaoaugh war schon im Hinspiel einer der besten Akteure auf dem Platz. Für Michael Thurk, der im Hinspiel das 1:0 erzielt hatte, wäre es mal wieder an der Zeit, ein Tor zu erzielen. Diskussionen um Vertragsverlängerungen oder gewisse ungeliebte Berater sollten da keine Rolle spielen.
Die Nachricht von einer gesunden Mannschaft und die Ankündigung, gegen Ahlen auf Wiedergutmachung für das schlechte Spiel gegen Osnabrück zu peilen (Mimoun Azaouagh zum "Kicker"), dürften dem zuletzt geplagten Fan angenehm in den Ohren klingen. Mancher zweifelt schon am Erreichen des hoch gesetzten Ziels und hat seinen Urlaub für Ende Mai geplant. Selbst schuld, sagen wir dazu, denn noch ist alles drin. Gegen Ahlen sollten klar und ohne Zweifel drei Punkte eingefahren werden, damit die Mannschaft mit neuem Selbstbewusstsein kommenden Mittwoch zum Nachholspiel nach Oberhausen fahren kann. Anschließend geht es zum KSC; und da haben wir noch ein verkrampftes 0:0 vom Vorjahr in Erinnerung.
Wer spielt, dürfte sich erst kurz vor Sonntag herausstellen. Jürgen Klopp hatte zunächst, so schien es, fürs Spiel gegen Oberhausen Benjamin Auer auf der Bank lassen wollen. Möglicherweise spielt auch Michael Thurk nicht von Anfang an, sondern Niklas Weiland im Sturm. Dann sind da noch Teinert und Dworrak, die mit Sicherheit ebenfalls auf einen Einsatz brennen.
Der Gegner aus Westfalen ist bereits in der Stadt gesichtet worden. Ob die Ahlener vor den winterlichen Verhältnissen ihres Traingsgeläufs flüchteten oder sich einfach frühzeitig auf den Gegner einstellen wollten, war bis vor Redaktionsschluss (BG) unklar.
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