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Arminia Bielefeld
1.FSV Mainz 05

Vorbericht Arminia Bielefeld - 1.FSV Mainz 05
(Aus der Sicht des Mainz 05 Fan Bratwurst )


Nach Ostwestfalen fahren und nicht an die Römer denken

Bielefeld - was wissen wir eigentlich über diese Stadt, außer dass dort Dr. Oetker und Hermann, der Cherusker, ihr Unwesen treiben (bzw. trieben)? Dort oben in der Region Ostwestfalen-Lippe (Nordrhein-Westfalen), sagt man sich allgemein, dass die Menschen zum Lachen in den Keller gehen. Stimmt das? Dann hätten wir am Sonntag ja nichts zu lachen…

Die größten Städte der Region sind Bielefeld und Paderborn. Etwa 325.000 Menschen wohnen in Bielefeld. Größte Arbeitgeber sind Pudding- und Kuchenproduzent Oetker, vor allem aber Textilspezialisten wie Seidensticker und Windsor, jedoch auch Maschinenhersteller wie Dürkopp und Gildemeister. Die Tradition liegt in der Leineweberei.

Fußball hat in Bielefeld aber ebenfalls Tradition. DSC Arminia - das DSC bedeutet schlicht Deutscher Sport-Club - trieb es stets in die höchste deutsche Spielklasse, landete oft genug aber auch wieder einige Etagen tiefer. Von sich reden machte der Verein vor allem in der Saison 1971/72. Da spielte er im Bundesliga-Bestechungsskandal eine maßgebliche Rolle. In der Folge wurde der Arminia die Lizenz entzogen, und die Fußballer durften in der Regionalliga kicken. Die meisten Tore für den DSC schoss ein gewisser Frank Pagelsdorf, den wir heute vor allem als Trainer - derzeit bei den benachbarten Osnabrückern - kennen.

Der Verein wurde im selben Jahr gegründet wie der 1. FSV Mainz 05 - 1905 eben. Warum die Arminia zur Arminia wurde, hängt vermutlich damit zusammen, dass die römische Glücksgöttin so heißt. Zum anderen heißt Hermann, der Cherusker, übersetzt Arminius. Der war kein geringerer als der Häuptling des Germanenstammes Cherusker, der im Jahre 9 n. Chr. alle germanischen Stämme zur siegreichen Schlacht gegen die Römer in den Teutoburger Wald führte - der liegt nicht weit weg von Bielefeld (bei Detmold). Noch heute erinnert dort eine Statue an Hermann, der in guten Armina-Zeiten auch mal ein blaues Trikot tragen musste.

Da unsere 05er ja keine Römer sind, werden sie wohl nichts zu befürchten haben, wenn sie das Bielefelder Stadion auf der Alm betreten.

Warum eigentlich Alm?
Solche Fragen beantwortet ein gewisser Dieter Gerth (der Mann muss unsterblich in sein Bielefeld verliebt sein) auf seiner Webseite http://www.bi-info.de/ . Wörtlich ist da zu lesen: Der DSC Arminia Bielefeld spielte zunächst, wie andere Vereine auch, auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz (heutiger Kesselbrink). Ein Mitglied der Schülermannschaft überredete 1910 seinen Vater zur Stiftung eines Geländes an der Pottenau. Nach der andauernden Expansion des Vereines gelang es, dem Bauern Lohmann eine Wiese an der Melanchton-Straße abzuschwatzen. Weil das Gelände nach Meinung des Fußballspielers Heinrich Pehle insbesondere nach der Aufschüttung von Wällen wie eine Alpenlandschaft aussah, hat der Kicker es "Alm" getauft.

Kommen wir zum Sportlichen:
Statistik hin oder her - gegen Bielefeld hat unsere Mannschaft zumindest in den letzten Begegnungen nicht schlecht ausgesehen: Am 24. November 2001 gewann Jürgen Klopps Team auf der Alm mit 1:0. Im Rückspiel war es sogar jenes grandiose 4:1, das die Kritiker jubeln ließ. Eine weitere Saison zuvor jedoch - Klopp spielte damals noch in der Abwehr - ging man zu Hause gegen den DSC mit 2:4 baden. Im Rückspiel hieß es sogar 4:1 für die Arminia.

Entscheidend dürfte nun sein, wie gut unsere Mannschaft ihre letzten beiden Spiele verdaut hat. Da war das magere 1:1 zu Hause gegen den KSC und das 0:2 in Burghausen. Hat das Team einen Durchhänger? Oder ist alles ganz normal? Jürgen Klopp kritisierte zuletzt seine Außenverteidiger; sie hätten zuwenig nach vorne getan. Nach dem Burghausenspiel hing der Haussegen gar eine Zeitlang schief. Von Konsequenzen war die Rede, aber am Ende hielten alle Verantwortlichen dann doch den Ball flach. Der Trainer ruderte zurück und wurde am Ende in allen Gazetten mit dem Satz zitiert: "Wir erobern die Bälle zu spät." Mittelfeld und Abwehr rückten zu spät auf.

Dann mache sich wohl ein wenig Abgehobenheit breit: Die Favoritenrolle könne man nicht mit rein fußballerischen Elementen bewältigen. Meint da etwa ein Trainer, das Potenzial der Mannschaft ergebe sich nur aus dem taktisch-disziplinierten Zusammenspiel, keinesfalls aber aus individueller Stärke? In der Mehrheit mag Jürgen Klopp recht haben, doch hat er längst einige Spieler im Kader, denen es sicher nicht an individueller Klasse mangelt.

Schließlich war das Glück den 05ern in Burghausen auch nicht hold. Und gegen den wieder erstarkten KSC verlor neulich sogar der derzeitge Tabellendritte Cottbus.

Ins Bielefeldspiel müssen unsere Jungs aber sehr konzentriert gehen, da die Ostwestfalen die vergangenen vier Spiele locker gewonnen haben. Das Team hat einen richtig guten Lauf. Einer tat sich dabei neben Publikumsliebling Owomoyela noch hervor: Neuzugang Isaac Boakye. Der Stürmer hatte sich auch am Bruchweg vorgestellt, war den Verantwortlichen aber zu teuer. Die Begegnung mit ihm ist sicher eine Herausforderung für Linksverteidiger Marco Rose, der zuletzt ein wenig in der Kritik stand.

Wichtige Infos:
Wie schmeckt die Bratwurst auf der Alm? So fällt der Bratwursttest auf http://www.isarsturm.de wie folgt aus: Durchschnittliches Stadionangebot (Wurst , Bier etc.). Das Preis- Leistungsverhältnis ist zufriedenstellend.

So finde ich die Alm:
http://www.dsc-arminia-bielefeld.de/article/articleview/130#

Rundumblick ins Stadion auf der Bielefelder Alm:
http://www.11freunde.com/movies/alm.html

Wie ein Germane 25.000 Römer besiegte:
http://www.erziehung.uni-giessen.de/studis/Robert/arminius.html

Informationen über Bielefeld bis zur Erschöpfung:
http://www.bi-info.de/

Offizielle Site:
http://www.bielefeld.de



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