Spielbericht
RW Oberhausen - 1.FSV Mainz 05
(Aus
der Sicht des Mainz 05 Fan Bratwurst )
Jetzt im Wildpark Flagge zeigen
Oberhausen (bt) - Dritte Nullnummer im dritten Spiel - der Fan mag verzweifeln, sollte diesmal aber genauer hinschauen. Gegenüber den beiden vorangegangenen Spielen war bei unseren 05ern eine Weiterentwicklung zu sehen. Das Bemühen nach vorne war stärker erkennbar, doch die Unsicherheit nach den letzten Ergebnissen und die Kritik an der Mannschaft mag an einigen Spielern nagen. Dem Gegner erging es aber kaum besser. Die Oberhausener hatten zwar die besseren Chancen und taten noch mehr fürs Spiel nach vorne, aber auch ihr Auftritt war zu wenig, um einen Gedanken an den Aufstieg verschwenden zu dürfen.
05-Trainer Jürgen Klopp hatte umgestellt. Für den verletzten Nikolic rückte mal wieder Youngster Falkenmayer in die rechte Außenverteidigung. Im Mittelfeld fehlten Azaouagh und Kramny, dort hatte
Jürgen Klopp die Weiland-Brüder und Christoph Babatz sowie links außen Dworrak vorgesehen. Während
Dworrak nur wenig auffiel, zeigte sich Dennis Weiland bei seinem Debut in der Rückrunde gut erholt und war einer der Aktivposten an diesem
regnerischen und kühlen Mittwochabend. Im Sturm spielten Thurk (glücklos) und
Teinert (sehr aktiv).
Beide Mannschaften spielten taktisch sehr streng und diszipliniert, so dass sie sich vor allem im Mittelfeld ausschalteten. Das Spiel war wenig ansehnlich. Zu viele Fehlpässe und Fouls, zu viel Hektik und Nervosität verhinderten ein flüssiges Spiel. Oberhausen hatte mit Rietpietsch und Velichkov zwei Kräfte, die häufiger mal gefährlich nah vorm 05-Tor auftauchten, den souveränen Mainzer Keeper Dimo Wache jedoch kaum forderten.
Die zweite Hälfte knüpfte fast nahtlos an den ersten Durchgang an. Phasenweise kam bei den 05ern aber sogar mal Spielfluss auf. Das Mittelfeld wurde jedoch meist zu langsam überbrückt; hinzu kam, dass die Mannschaft oft zu tief in der eigenen Hälfte stand oder zu spät aus dieser nachrückte und den Gegner so selten mit einer Überzahl überraschen konnte. Das wurde erst in den letzten 15 Minuten ein wenig besser. Gerber kam für Dworrak, Weber für Thurk. Die besten Gelegenheiten hatte jedoch der Gastgeber: Tokody scheiterte zwei Mal aus aussichtreicher Position vor Wache. Da war die Mainzer Abwehr zwei Mal zu nachlässig gewesen (Bodog, der ansonsten aber fast überall zu finden war).
Hektisch wurde es dann ganz am Schluss: Oberhausens Montero sprang mit beiden Beinen voran gegen Babatz, der sich bei diesem Foul eine schwere Prellung zuzog. Montero sah rot, und Schiedsrichter Wack verzichtete - für alle völlig überraschend - auf die angezeigte Nachspielzeit. Schluss war's in Oberhausen, und Jürgen Klopp ziemlich angefressen.
Die 05er verpassten es, bis auf einen Punkt an Platz drei heranzukommen. Der Zug ist trotzdem noch lange nicht abgefahren. Nun muss der KSC dran glauben. Ein Sieg im Wildparkstadion ist möglich - vor allem dann, wenn die Fans am kommenden Montag möglichst zahlreich nach Karlsruhe pilgern. Jetzt gibt es kein Vertun und kein Pardon: Am Montag müssen wir im Wildparkstadion Flagge zeigen - auch wenn es in dieser ekligen Kurve vor der Anzeigetafel ist und uns die Ordner wieder alle durch ein einziges winziges Türchen lassen. Das ist jetzt egal!
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