Werbung

1.FC Nürnberg
1.FSV Mainz 05

Spielbericht 1.FC Nürnberg - 1.FSV Mainz 05
(Aus der Sicht des Mainz 05 Fans Bratwurst)


Die Chance auf drei Punkte nicht genutzt

Nürnberg (bt) Schade. Mit der Ausbeute eines einzigen Punktes fahren die 05er von Nürnberg wieder nach Hause. Dabei waren sie siegesbewusst ins Frankenstadion gekommen. Vom Spielverlauf her betrachtet geht das Remis zwar in Ordnung. Am Ende waren es jedoch zwei verschenkte Punkte, denn die 05er hatten einen frühen Rückstand - Kryznowek traf in der 3. Minute - in eine 2:1-Führung gedreht. Und diese konnten sie, obwohl der Club mit einem Spieler weniger in Unterzahl war, nicht verteidigen.

Jürgen Klopp hatte seine Mannschaft genau wie Wolfgang Wolf gegenüber offensiv eingestellt. Er ließ Nikolic für den verletzten Abel rechts in der Verteidigung neben Manuel Friedrich spielen - eine bewährte Variante. Links in der Innenverteidigung spielte Bulajic - zum ersten Mal wieder seit seiner Verletzung im vorigen Jahr. Links außen verteidigte Tavcar. Im Mittelfeld durften Babtz, Kramny und Gerber, und in den Sturm hatte Trainer Jürgen Klopp den zuletzt starken Dworrak, Auer und Thurk - nach Gelbsperre für Schwarz wieder dabei - beordert.

Das Spiel begann mit dem buchstäblichen Paukenschlag: Unsere Jungs, ganz in Weiß angetreten, hatten noch kaum Spielanteile, weil Nürnberg ständig drückte, da bekam die Abwehr - maßgeblich Bulajic und Tavcar - den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Vittek war zur Stelle, passte auf Kryznowek, und es hieß 1:0 für den Gastgeber.

Diesen Rückstand hatten die Mainzer zunächst zu verarbeiten. Nürnberg jedoch, anstatt nachzulegen, zog sich mehr und mehr zurück. Fehler gab es zuhauf auf beiden Seiten, nervös und unkonzentriert agierten die Spieler beider Mannschaften. Des Clubs relative Passivität machte unsere 05er aber stärker, die nun immer häufiger zu Chancen kamen. Schon in der neunten Minute war Dworrak auf und davon geeilt und hatte die Kugel ins Netz geschossen. Schiedsrichter Wolfgang Walz jedoch, der mit unglaublich kleinlicher Pfeife auffiel, hatte seinen Kollegen an der Linie schlichtweg überstimmt und auf abseits entschieden.

Die Nürnberger ließen sich davon jedoch nicht wachrütteln. Anders die Mainzer, denn für die hatte der Wecker schon in der dritten Minute geklingelt. Erneut klingelte es dann aber bei den Nürnbergern - im eigenen Kasten. Nach Gewühl im Strafraum traf Gerber zum Ausgleich (30.). Und so blieb es bis zur Pause.

Die Nürnberger kamen mit Schwung wieder herein, wurden dafür aber nicht belohnt. Der starke Markus Dworrak war's, der nach grandiosem Zuspiel des ansonsten blassen Kramny wieder davon spurtete und souverän zum 2:1 einschoss (53.). Als dann noch der Nürnberger Paulus nach Gerangel mit Auer - eine nicht unumstrittene Szene - die gelb-rote Karte sah, schien alles für die Mainzer zu laufen.

Doch nun riss der Faden bei den 05ern. Anstatt das 3:1 nachzulegen - und dazu gab es genügend Chancen (Auer und Thurk vertändelten einmal den Ball aus sehr aussichtsreicher Position) - baute man den Gegner wieder auf. Die Nürnberger kamen trotz Unterzahl zu neuer Stärke und drückten mächtig. Mainz stand in dieser Phase oft zu tief, ließ sich nach hinten drängen, ging nur mäßig in die Zweikämpfe und hatte das Pressing im Mittelfeld längst aufgegeben, ja, die 05er schienen von der 70. Minute an schlapp zu sein.

Der Ausgleich fiel als logische Konsequenz, wenn auch recht umstritten. In der Zeitlupe des DSF war nicht exakt zu erkennen, ob Mintal beim 2:2 den Ball kurz zuvor mit dem Arm gelenkt hatte. Aber wie auch immer: Der Slowake tanzte auf der linken Seite Gerber - Nikolic war erst gar nicht zu sehen - sowie Friedrich aus und zog kurz und trocken ins rechte obere Eck ab (71.). Alles wieder offen. Dass der Club dann nicht auch noch in Führung ging, als Dimo Wache den Ball vor Mintal abwehrte (79.) und dieser die Kugel nur an den linken Pfosten klatschte, war reines Glück.

Wolfgang Wolf brachte den Knipser Ciric, doch mehr als zu einigen gefährlichen Strafraumszenen vor dem Mainzer Tor reichte es nicht mehr. Fazit: Gerechtes Unentschieden, in dem aber mehr drin war für die 05er. Wieder mal darf man sich ärgern über einen Blackout in der Abwehr. Ob die Punkte am Ende fehlen, darf getrost angenommen werden angesichts der engen Tabelle. Aber ob aufwärts oder abwärts in der Rangliste: Wie schnell das geht, zeigt das Beispiel Aachen. Eben noch Herbstmeister, nun noch Fünfter. Und am Freitag?

Da kommt Osnabrück. Ein Gegner, den die 05er schon in der Hinrunde auf die leichte Schulter genommen hatten. Doch die Norddeutschen haben sich mit ihrem 3:0 vom vergangenen Freitag gegen Burghausen zurückgemeldet. An diesem Freitag werden sie in Mainz, direkt zur Fastnacht, selbstbewusst antanzen. Und wir wissen ja, wie Fastnachtsspiele so ausgehen können...


Jetzt eine E-Card an einen Freund senden

Der komplette 20.Spieltag hier

Alle Spieltage hier

Aktuelle 2.Liga-Tabelle hier

Kartensünder hier

Torschützenliste hier



©right by: www.mainz05.info