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1.FSV Mainz 05
VfL Osnabrück

Spielbericht Mainz 05 - VfL Osnabrück
(Aus der Sicht des Mainz 05 Fans Bratwurst )


Und wieder rennt der FSV den Punkten hinterher

Mainz (bt) Alle Jahre wieder zur Fastnacht: lange Gesichter. Ob 0:2 in Hannover (vor zwei Jahren) oder 1:1 gegen St. Pauli (vorige Saison) - die Fastnacht ist keine gute Zeit für Mainz 05. Dem 2:2 in Nürnberg folgte nur ein zweites, ebenfalls vermeidbares Remis, ein 0:0 gegen Schlusslicht Osnabrück. Die vielfach mit Narrenkappe oder Perücke verkleideten Zuschauer sahen nur wenige Torszenen. Meist übten sich die Akteure in Ballverlusten, Fehlpässen, aber vor allem in Ideenlosigkeit. Gegen die früh störenden Osnabrücker hatten die 05er keine Gegenmittel.

So steigt man nicht auf.

Und wieder mal hatte der FSV einen Schiedsrichter erwischt, der eine völlig indiskutable Leistung bot. Markus Weber pfiff einerseits kleinlich, um andererseits grobe Fouls wieder ungeahndet zu lassen. Der Schiri hatte überhaupt kein Händchen, um das verkrampfte Spiel auch einmal laufen zu lassen. So kamen die Spieler meist nur wenige Meter voran, um im Mittelfeld wieder hängen zu bleiben oder vom Pfiff des Schiris gestoppt zu werden.

Nicht dass der FSV keine Chancen gehabt hätte. Vor allem in der ersten Viertelstunde machten die 05er Druck, aber sie kamen in letzter Konsequenz am Gegner nicht vorbei. Der komplette Sturm hatte anscheinend keinen guten Tag erwischt. Der zuletzt mitreißende Markus Dworrak setzte sich nur selten richtig durch. Auer wie stets bemüht, aber oft einen Schritt zu langsam und insgesamt glücklos. Michael Thurk rannte viel, war aber außer in einer Szene gleich zu Begin kaum gefährlich.

Immer wieder versuchten es die Gastgeber mit langen Bällen in die Spitze. Dort konnte der Ball jedoch nur selten erobert werden. Viel zu dicht stand die Beton-Fraktion der Niedersachsen im eigenen Strafraum. Deren Taktik war klar: Tore verhindern.

Enttäuschung machte sich bereits zur Pause unter den 14.700 Zuschauern breit. Sie hatten zum Fastnachtsgipfel mehr erwartet.

Die zweite Hälfte verlief kaum anders als die erste. Besonders dumm: Spasoje Bulajic sah wegen eines Fouls gelb-rot und musste schon acht Minuten nach Wiederanpfiff vom Platz. Diesmal erging es den 05ern wie vier Tage zuvor den Nürnbergern: In Unterzahl drehten sie plötzlich auf. Osnabrück kam nun kaum aus der eigenen Hälfte. Torchancen für die Gastgeber gab es dennoch gerade mal zwei: Einen Freistoß von Babatz verlängerte Auer mit dem Kopf, aber Gäste-Torwart Ochs war schnell zur Stelle (57.).

In der 64. Minute scheiterten die 05er erneut an Ochs, nachdem der zuvor für Dworrak eingewechselte Azaouagh auf rechts durchgegangen war und den Ball scharf hereingegeben hatte. Die Gäste konnten jedoch die Kugel vor dem heranstürmenden Thurk aus der Gefahrenzone schießen.

Dann schwanden wohl die Kräfte. Mut- und ideenlos agierte der FSV. Zwei Schüsschen, eines von Auer, das andere von Azaouagh, direkt auf das Tor der Gäste war alles, was die enttäuschten Zuschauer noch zu sehen bekamen. Und - halt - da war auch noch fast das Gegentor: Spork hatte Dimo Wache bereits umspielt - dem Zuschauer stockte der Atem -, traf aber nur das Außennetz.

Zurück blieben Enttäuschung und die hässlichen Pfiffe mancher Fans.

Fazit: Mit dieser Leistung wird der FSV am 29. Februar in Oberhausen nicht bestehen können. Erneut wurde die Chance verpasst, im Aufstiegskampf Boden gut zu machen. Was jetzt noch bleibt, ist klar: Es hilft nur ein Sieg gegen Oberhausen.


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