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Erzgebirge Aue
1.FSV Mainz 05

Spielbericht Erzgebirge Aue - Mainz 05
1 : 1
(Aus der Sicht des Mainz 05 Fan Bratwurst


Kramny rettet wenigstens einen Punkt für Mainz

Nur einer aus der Startelf gegen Cottbus musste gegen Aue draußen bleiben: Matthias Abels Blessuren waren noch nicht ganz überstanden, so dass Trainer Jürgen Klopp auf Tamas Bodog zurückgriff. Der Verteidiger hatte nach überstandener Verletzung zuletzt wieder mittrainiert.

Aues Trainer Gerd Schädlich hatte schon vor der Partie die Parole ausgegeben, dass man gegen Mainz Vollgas geben müsse. So begann auch das Spiel: Aue machte Tempo - mehr als Mainz. Die 05er taten sich schwer mit dem aggressiven, kämpfenden Gegner, der von etwa 11.300 Fans angetrieben wurde. Die Gastgeber gingen viel beherzter in die Zweikämpfe, zwangen die Mainzer, die im Mittelfeld oft zu umständlich agierten und den Ball zu lange hielten, zu Fehlern.

So kamen die Erzgebirgler immer wieder gefährlich vors Tor, vor allem der agile Curri war es, der ein ums andere Mal für Gefahr sorgte. Die Mainzer zogen sich schon früh viel zu weit zurück und taten zu wenig für ihr Angriffsspiel, keine Initiative - nichts war zu sehen von einem Gast, der unbedingt drei Punkte holen wollte. Endlich, in der 32. Minute die erste Chance: da Silva passt lang auf Thurk. Der sprintet auf das Aue-Tor. Jendrossek kommt gerade noch so vor den Mainzer Angreifer und spitzelt den Ball weg. Allerdings über seinen Schlussmann Petkov. Der kann den Ball kurz vor der Linie weg schlagen. Glück für Erzgebirge.

Dann klingelte es doch noch, aber für die Gastgeber. Thurk verlor in der 36. Minute den Ball, Toppmöller spielte weit auf Shubitidze, der der allein auf Dimo Wache zuläuft und den Ball cool zum 1:0 ins Tor spielte. Das Publikum war aus dem Häuschen und ließ La Ola durchs Stadionrund laufen. Die Führung zur Pause war völlig verdient, ja, die Gastgeber hätten sogar noch ein Tor mehr erzielen können.

Was war denn diesmal los mit der Mannschaft? Die Auswärtsschwäche in dieser Saison wird offenbar zum Dauerzustand. Jürgen Klopp stellte gleich nach der Pause um: Für den enttäuschenden Dennis Weiland brachte er Jürgen Kramny. Dann ging es Schlag auf Schlag: Während Rehm einen Mainzer auf der Linie anköpfte (50.), ging es im Gegenzug ruckzuck über rechts vor das Tor der Auer, Nikolic passte maßgenau auf Kramny, der köpfte zum 1:1 ein. Welch ein Einstand!

Wie schon im Cottbus-Spiel war Christoph Teinert auch gegen Aue einer der auffälligsten Spieler, scheiterte jedoch mehrfach vor dem Tor - zu unkonzentriert oder zu überhastet. Die Mainzer gefielen nach ihrem Treffer besser, machten mehr auf. Das Spiel wurde offener - mehr Bewegung, mehr Räume. Toppmöller verzog in der 61. Minute vor dem Mainzer Tor, fast im Gegenzug erneut Teinert.

Weiter ging's im Takt: In der 66. Minute musste Kurth nach einer Ecke auf der Linie retten. Glück für Aue. Aber jetzt gab Mainz mehr Gas. Elf Minuten später war es Auer, der frei durch war, aber am Keeper der Gastgeber scheiterte.

Die Mainzer drängten weiter, waren wohl nach der verschlafenen ersten Hälfte endlich aufgewacht. Am Ende war das aber viel zu spät passiert: Es blieb beim 1:1. Nach diesem Spiel ist Mainz Dritter, kann aber noch von diesem Rang verdrängt werden, wenn Duisburg am Sonntag zu Hause gegen den KSC gewinnt. Wie immer man das Ergebnis in Aue auch sehen mag: Unsere 05er holten wenigstens einen Punkt. Es ist ein Punkt, der uns noch viel nützen kann



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