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1.FSV Mainz 05 Amateure
Bild liegt nicht vor

Spielbericht 1.FSV Mainz 05 (A) - 1.FC Schweinfurt
2 : 0
(Übernommen von www.mainz05.de )


Wir siegen nur gegen Bayern

Es bleibt dabei: Für Teams aus dem Freistaat ist der Bruchweg - zumindest in der Regionalliga - kein gutes Pflaster. In drei Versuchen konnte noch keines punkten.

Gegen Schweinfurt hatte Colin Bell schweres Geschütz aufgefahren. Neben dem Rekonvaleszenten Christof Babatz (Bild), der bereits gegen Feucht und in Erfurt für die Amateure am Ball war, standen mit Christoph Teinert, Rajko Tavcar, Sandro Schwarz und Fabian Gerber vier Reservisten der Zweitligamannschaft zur Verfügung. Für sie wichen Kurbjuweit, Bediako, Muftawu und Demirtas, außerdem stand wieder Christian Wetklo statt Sven Hoffmeister im Tor.

Es hat gut geklappt. Die Abwehr (mit nur einem "Neuzugang" stand besser als je zuvor in der neuen Liga, das Mittelfeld hatte nach den unvermeidlichen Abstimmungsproblemen das Spiel weitestgehend im Griff, und vorne fielen zwei Tore, an denen die Stürmer zumindest direkt beteiligt waren.

Die erste Hälfte ist schnell erzählt, weil nicht viel passierte. Teinert hatte zwei Chancen, bei einer wurde er elfmeterreif gefoult, die andere vergab er alleine, Kegel bekam im letzten Moment den Ball vom Fuß gegrätscht, Maas köpfte zu schwach, Schweinfurt hatte zwischendrin eine Riesen- und eine Halbchance, der Rest plänkelte im Mittelfeld zwischen den beiden sehr diszipliniert stehenden Abwehrreihen hin und her. Folglich ging es torlos in die Halbzeit, aber lange hielt das nach der Pause nicht mehr. Wir befinden uns in der achten Minute der zweiten Hälfte: Fabian Gerber, rechts im Dreiersturm aufgestellt, flankt von der Grundlinie auf Babatz, der den Ball aus sehr spitzem Winkel mit der bekannten Brachialgewalt irgendwie unter die Latte geballert bekommt. Leider war keine Kamera im Stadion, der Schuß sah auf den ersten Blick völlig mißglückt aus, aber der Ball war am Ende im Tor. Einsnull. Schweinfurt reagiert, wechselt binnen drei Minuten dreimal, kommt etwas besser ins Spiel, steht aber hinten nicht mehr so sicher. In der 61. Minute hat Gerber den Schweinfurter Torwart bereits umlaufen, irgendwie blockt der dessen Schuß doch noch ab. Gerber schießt nochmal nach, aber der Ball geht abgefälscht über den Kasten. "Das darf nur der Nana", singen die Fans, denen nach dem Spiel noch ein Sonderlob des Trainers zuteil werden soll, und in der Tat: gewisse Parallelen können nicht abgestritten werden... böse gemeint ist es selbstverständlich nicht.

Das Spiel bleibt also zunächst offen, was Bell später in der Pressekonferenz beanstandete: Der entscheidende Konter, sagt er, hätte früher gesetzt werden müssen, das Spiel hätte früher gewonnen sein müssen. Chancen waren da. Teinert verfehlte das Tor knapp, das eine oder andere Mal war die Mannschaft im Strafraum zu überhastet, so daß die Entscheidung bis zur 86. Minute auf sich warten ließ. Mal wieder war Teinert auf dem linken Flügel seinem Bewacher weggerannt, der Schweinfurter Libero Kolinger, der sich noch an Teinerts Großchance kurz zuvor, die aus einer fast identischen Situation entstanden war, erinnerte, machte kurzen Prozeß und grätschte ihn um. Kein schlimmes Foul zwar, aber ein Foul im Strafraum. Ziegner verwandelte den Elfmeter sicher, Schweinfurt drehte zwar nochmal auf, konnte das von der Abwehr und dem gut mitspielenden Wetklo sicher gehütete Tor nicht mehr gefährden. Zwonull also, ein sehr wichtiger Sieg vor dem nächsten Spiel am übernächsten Samstag in Saarbrücken. Das wird schwer, aber auf den Leistungen gegen Erfurt (1:1 am letzten Freitag) und Schweinfurt kann man aufbauen.



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