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1.FSV Mainz 05 Amateure
Bild liegt nicht vor

Spielbericht 1.FSV Mainz 05 (A) - 1.FC Eschborn
4 : 4
(Übernommen von www.mainz05.de )


"Ein wunderschönes Spiel" hat der Eschborner Trainer Ali Reza Marzban gesehen, die 700 Zuschauer werden sicherlich mehrheitlich zustimmen. Das viel passieren würde, deutet sich bereits nach 30 Sekunden an. Eine Viertelminute vorher hatte Sven Kegel den Eschborner Mittelfeldstar Akram Abdel-Hag gefoult, nichts Schlimmes, es gibt Freistoß und gut ist, der Jordanier antwortet jedoch hinter dem Rücken des Schiedsrichters mit einem Revanchefoul hart am Rande der Tätlichkeit. Hätte der Unparteiische die Szene gesehen, hätte es einen der schnellsten Platzverweise der Regionalliga-Geschichte geben können, so war es nur die erste einer ganzen Reihe von Provokationen seitens Abdel-Hag, der in der 39. Minute nach einer Tätlichkeit an Kühne mit der Roten Karte runterfliegt, beim Stand von 2:1 für den FSV. Zunächst waren die Gäste durch einen Kopfball des Innenverteidigers Zimmermann im Anschluß an einen Eckball verdient in Führung gegangen, gut 10 Minuten später konnten die Mainzer das Ergebnis binnen 120 Sekunden drehen: Einen Schubser des vom Stürmer zum Innenverteidiger umgeschulten Leifermann gegen den schußbereiten Weber (unten rechts) bestraft der Schiedsrichter mit einem absolut berechtigen Elfmeter, Maas (unten links) verwandelt souverän zum Ausgleich. Der direkte Eschborner Gegenzug bleibt in der Mainzer Verteidigung hängen, im Konter spielt der gleich nach dem 1:1 für den leicht verletzten Ihm eingewechselte Bediako (großes Bild) Weber frei, der noch ein paar Schritte läuft, um dann aus 18 Metern das schönste Tor des Tages zu erzielen und mit einem nicht minder sehenswerten Duett mit Kegel zu feiern. Vier Minuten darauf die Rote Karte, weitere vier Minuten später hat Bediako das 3:1 auf dem Fuß, schießt aber nicht, dann ist Pause. Die nutzt Marzban bis zum Äußersten, um die Gäste umzusortieren, auf die 2.Hälfte in Unterzahl einzustellen, mit Erfolg: In der 51. Minute gleicht Brendel aus. Aber die Mainzer wollen gewinnen. Wollen, wollen, wollen, unbedingt. Und in der 60. Minute sieht es wieder gut aus. Steilpaß auf der rechten Seite, Bediako auf Weber, Weber auf Bediako, der Torwart kommt raus, Bediako stoppt den Ball an ihm vorbei und schiebt ihn ins leere Tor. 3:2. Marzban reagiert, wechselt zweimal aus, Eschborn geht in die Offensive, bekommt einen Freistoß halbrechts vor dem Strafraum. Brendel schießt, Wetklo bewegt sich nicht, 3:3. Weiter im Text. Es wird hektischer, offener, dennoch fair. 76. Minute, Zaubereckball mit Kegel und Maas, kein Tor. 77. Minute, Kopfball Kühne, gehalten. 79. Minute, Konter über Weber, der spielt nach linksaußen auf Maas, der flankt, Weber springt zu knapp, Bediako hält aus spitzem Winkel mit brachialer Gewalt volley drauf, der Torwart ist noch dran, nutzt nichts, 4:3. 84. Minute, unnötiger Eckball, Kolb flankt, Zimmermann köpft, 4:4. Der Rest des Spiels gehört dem FSV. 87. Minute, Freistoß Ziegner, gehalten. 88. Minute, letzter Versuch durch Kegel, vergeben. Schluß.

Was bleibt zu sagen? Beide Trainer sind mit dem Spiel an sich zufrieden. Bell ist stolz auf seine Jungs, Marzban bescheinigt beiden Mannschaften große Leidenschaft. Bell spricht von zwei Teams, die sich sehr positiv präsentiert haben, Marzban hofft, daß beide der Liga erhalten bleiben. In dieser Form sind beide Aufsteiger eine Bereicherung für die Liga.

Viel Lob also, aber auch Kritik muß erlaubt sein. Frank Steffgen (rechts), bis vor kurzem unumstrittener Abwehrchef der Amateure spricht die teils schlimmen Stellungsfehler der Mainzer Innenverteidigung an, in der Neustädter und Ihm nicht gleichwertig ersetzt werden konnten. Hier muß noch gearbeitet werden, wenn übernächste Wochen in Elversberg endlich der erste Sieg drin sein soll. Vorher noch kommt der KSC im Pokal.



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