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1.FSV Mainz 05 Amateure
Bild liegt nicht vor

Spielbericht 1.FSV Mainz 05 (A) - 1.FC Augsburg
1 : 0
(Übernommen von www.mainz05.de )


Wir sind in der Regionalliga angekommen. Jetzt endgültig. Nach zwei unglücklichen Niederlagen, drei mehr oder weniger unglücklichen Punktverlusten und dem unglücklichen Aus im Pokal konnte heute endlich der längst überfällige erste Sieg gefeiert werden. Der war verdient, soweit sind sich alle einig. Vor den großen Namen hatten die Amateure keine Angst, und wer sich vorher gesorgt hatte, ob sie das Tempo der Regionalliga überhaupt dauerhaft mitgehen können, mußte feststellen: Sie können nicht nur das, sondern sie konnten sogar nach dem harten Programm der vergangenen Woche mit den 120 Minuten gegen Karlsruhe und dem Mittwochsspiel in Elversberg selbst das Tempo vorgeben, und Augsburg kam mit fortschreitender Spieldauer immer weniger mit.
"Man spielt nur so gut, wie es der Gegner zuläßt", hatte Christian Heidel nach dem Spiel gemeint, und die Amateure hatten ab der zehnten Minute nicht mehr viel zugelassen. Vorher war der FCA deutlich überlegen, machte Druck, machte Tempo, hatte eine Kopfballchance, ließ die Amateure überhaupt nicht ins Spiel kommen. Die waren zu langsam und hatten große Probleme mit dem Mittelfeld-Pressing. Aber das ließ sich mit einer kleinen taktischen Maßnahme korrigieren. Die beiden Außenspieler Dennis Weiland (voraussichtlich zum vorerst letzten Mal bei den Amateuren) auf der linken und Sven Kegel auf der rechten Seite rückten nach innen ein, die Zentrale war dicht, die Zweikampfbilanz kippte zugunsten der Amateure, und alles weitere ergab sich. Nach einer knappen halben Stunde wurde es vor dem Gästetor erstmals gefährlich: Falkenmayer hatte auf der linken Abwehrseite den Ball erobert, schnell steil auf Kühne gespielt, der war halblinks konsequent marschiert, hatte die Augsburger Verteidigung auf sich gezogen und Weber auf der linken Seite damit freigespielt, dessen Flanke auf Bediako wurde im letzten Moment zur Ecke geklärt. Die landete erneut bei Weber, dessen Fallrückzieher aus recht spitzem Winkel über das Tor ging. Von Augsburg war derweil bis zur Pause nicht mehr viel zu sehen. Der große, breite, sperrige Mittelstürmer Coulibaly, zweifellos eine der imposantesten Gestalten der Regionalliga Süd, wich der starken Innenverteidigung Schneider / Neustädter immer häufiger ins Mittelfeld aus, sein Nebenmann Demir (bekannt u.a. von Alemannia Aachen und dem Chemnitzer FC) konnte sich gegen die beiden nicht ein einziges Mal durchsetzen, dem Ankurbler Bode wurde von Dennis Weiland die Lust am Fußball genommen, auf der anderen Seite sorgte besonders die rechte Seite mit den flinken Weber und Kegel sowie Torsten Ziegner (unten links) im zentralen Mittelfeld für einigen Wirbel, der zwar selten gefährlich war, aber dennoch die Augsburger stärker in der Defensive beschäftigte, als denen lieb sein konnte.
Augsburgs Trainer Middendorp reagierte in der Pause mit zwei Wechseln, u.a. mußte der enttäuschende Demir vom Platz. Und der eingewechselte Daniel Damm fügte sich gleich spektakulär ins Spiel ein, indem er nach gerade mal dreißig Sekunden seinen Mitspieler Löring (Sohn des Kölner Fortunen Jean) dermaßen gründlich über den Haufen rannte, daß dieser zehn Minuten später ebenfalls vom Platz mußte. 57 Minuten gespielt, Augsburg hatte dreimal gewechselt, die Amateure noch gar nicht. Das kann ihnen nur nutzen. Zwischenzeitlich hatte der FCA wieder etwas mehr für die Offensive getan - Wetklo hatte einen Schuß von Löring glänzend pariert - und gleichzeitig Platz zum Kontern gemacht. Deren Erster wurde von Miletic weit vor dessen Tor knapp abgefangen, Weber wäre einen Augenblick später am Ball gewesen, beim zweiten kam er an den Ball, hatte aber Ehlers an den Fersen und verzog. Die nächsten drei gehörten Bediako, der erst einen Paß von Kegel nicht mehr erreichte, dann den Torwart umspielte, aber den Ball links im Strafraum verzappelte und schließlich erneut den Torwart stehenließ, aber aus sehr spitzem Winkel nicht treffen konnte. Und dazwischen fiel das verdiente 1:0. Eine wunderschöne Direktspiel-Kombination war es, wie man sie nur sehr selten sieht. Mehr oder weniger alle Mainzer Offensivspieler waren beteiligt, ehe Weiland den Ball aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum flankte, wo Kühne per Kopf auf den bereitstehenden Weber verlängerte, der keine Probleme hatte, aus acht Metern ins lange Eck einzuschieben. Und diesen Vorsprung brachten die Amateure souverän über die Zeit. Nicht durch Mauern, auch die Auswechslung des guten Bediako gegen den rechten Verteidiger Baude in der 89. Minute bedeutete lediglich, daß Baude an der Seite des kurz vorher für Weber gekommenen Maas einen durchaus gefährlichen Zweiersturm bildete. Bis zum Abpfiff waren die Amateure dem 2:0 näher als der FCA dem Ausgleich, der Sieg geht absolut in Ordnung. Colin Bell äußerte sich in der Pressekonferenz glücklich und stolz auf sein Team, dazu hat er alles Recht.



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